Samstag, 30. März 2019
20.00 Uhr, Konferenzsaal 1. UG, Brunngasse 30, Bern
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Olivier Messiaen
 
Quatuor Pour La Fin Du Temps
 
Frédéric Rapin (Klarinette), Noëlle Grüebler (Violine)
Ulrich Schmid (Violoncello), Andres Joho (Klavier)
Bodo Krumwiede (Rezitation)
 
Öffentlicher Anlass − Kollekte
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Gäste und Interessenten sind herzlich eingeladen. Download Einladung
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Das «Quatuor pour la Fin du Temps» (deutsch: Quartett für das Ende der Zeit) ist ein kammermusikalisches Meisterwerk des berühmten französischen Komponisten Olivier Messiaen mit der Besetzung Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier.
Diese Komposition hat eine besondere Bedeutung, weil Messiaen das Quartett als Insasse eines deutschen Kriegsgefangenenlagers zwischen 1940 und Anfang 1941 komponierte und die Uraufführung im Lager von Görlitz vor ca. 400 Kriegsgefangenen stattfand. Der Komponist selbst übernahm dabei den Klavierpart.
Das Werk wird heute selten gespielt, obwohl es für die Kammermusik und die Musikgeschichte von grosser Bedeutung ist.
Der Vogel (Bienenfresser) steht einerseits für das grosse Interesse Messiaen's für die Ornithologie und deren kompositorische Verarbeitung in vielen seiner Werke, so auch im «Quatuor pour la Fin du Temps». Andrerseits symbolisiert der Vogel paradiesische Freiheiten nach der Apokalypse: Der gefiederte Freund sitzt auf einem Stacheldraht und erinnert daran, dass das Werk im Kriegsgefangenenlager in Görlitz entstanden ist.
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