«Wenn ein Mensch von grösstmöglichem Nutzen für seine Mitgeschöpfe sein will, setzt ihn an die lange, einsame Aufgabe der eigenen Vervollkommnung.»
Robertson Davis

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Die Freimaurer verstehen sich als eine ethisch-humanitäre Vereinigung freier Männer von gutem Ruf. Ihr Bund umfasst geistig aufgeschlossene, nach Erkenntnis strebende Männer aus allen Berufen und Klassen.

Freimaurerei erwartet und fordert von ihren Mitgliedern Toleranz, gepaart mit Humanität, bereit, Wohltätigkeit zu üben, Wohlwollen zu lehren und zu lernen, dies unabhängig von religiösen, sozialen, weltanschaulichen, ethnischen und nationalen Unterschieden.

Freimaurerei ist eine internationale, strikt demokratische und undogmatische Geistes- und vor allem Gesinnungsgemeinschaft, welche die Vernunft als einzige und letzte Instanz betrachtet, die über Methoden, Wahrheit und Irrtum jeder Erkenntnis entscheidet und die das freie, unabhängige Denken des Menschen auszeichnet.

Die Freimaurerei bezweckt die Pflege des Wahren, Guten und Schönen im Menschen, die sittliche Veredelung seiner Mitglieder und versucht, zur Verminderung des physischen und moralischen Übels in dieser Welt beizutragen.

Der Freimaurerbund anerkennt und verteidigt die Freiheit des Glaubens und des Gewissens. Die Freimaurerei gibt keiner bestehenden Kirche oder Religionsgemeinschaft ein Primat. Sie respektiert jede religiöse Überzeugung und deren Ausübung. Sie duldet aber keinerlei konfessionelle Auseinandersetzungen in ihren Reihen und an ihren Zusammenkünften.

Der Freimaurerbund verhält sich gegenüber politischen Parteien und der Parteizugehörigkeit seiner Mitglieder strikt neutral, aber er lässt in seinen Reihen keine parteipolitischen Diskussionen oder gar Beschlüsse zu.

Die Freimaurerei stellt sich die Aufgabe, der Gesellschaft zu zeigen, was diese dem Individuum schuldet und dem Individuum wiederum zu zeigen, was es der Gesellschaft schuldet.